Was für ein Mundgeruch!

Wir tun es tatsächlich! Der Wecker klingelt noch vor Sonnenaufgang und wir hüpfen voller Vorfreude aus den Federn 🙂

Wir machen uns schnell fertig und gleiten mit unseren Kajaks in eine wundervolle Welt der Stille.

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Auch wenn es ein seltsames Gefühl ist, im Dunkeln ins Wasser zu gehen (wir sind ja immer noch in Florida und müssen überall damit rechnen, Alligatoren zu begegnen), sind wir von der Magie des Moments total überwältigt.

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Alles wirkt irgendwie unnatürlich, wie im Traum. Das Wasser ist absolut still und klar, wir gleiten wie auf einem Spiegel dem Sonnenaufgang entgegen. Frieden. Stille. Entspannung. Die Situation hat etwas Meditatives und wir sind ganz versunken in diesem Moment.

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Auch wenn Bilder dieses Gefühl bei weitem nicht wiedergeben können, haben wir versucht, es so gut wie möglich einzufangen:


Und dann bekommt Toms Kajak auf einmal einen Ruck. Und noch einen. Wir schauen uns mit großen Augen an und in diesem Moment taucht ein ausgewachsenes 3-Meter Manatee zwischen uns auf!

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Wow, was für ein magischer und spezieller Moment!

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Das Manatee schnüffelt an unseren Kajaks herum, stupst uns an, taucht ab und kommt auf der anderen Seite wieder hoch und… haucht uns an! Aaaah, was für ein Mundgeruch! Das haben wir schon beim ersten Manatee-Kuscheln in Key West festgestellt – so verschmust diese Riesen auch sind, man sollte möglichst nicht in dem Moment einatmen, wenn sie ausatmen 😉

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Ganz vorsichtig streichle ich seinen Kopf und offensichtlich gefällt es ihm – es dreht sich auf den Rücken und wartet darauf, dass ich weitermache und es am Bauch kraule. Ich muss grinsen - das erinnert mich irgendwie an unseren Hund, den wir vor einigen Jahren hatten…

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Und dann taucht plötzlich direkt daneben ein zweites Manatee auf: ein Baby!!! Wow! Da haben wir tatsächlich das Glück, Mama-Manatee mit ihrem Jungen beobachten zu dürfen!

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Ich spüre eine tiefe Dankbarkeit in mir und schaue mit Tränen in den Augen zu Tom rüber – auch er ist total überwältigt von dem, was wir gerade erleben… Ich habe keine Ahnung, wie lange wir hier verweilen – die Zeit ist irgendwie stehen geblieben.

So plötzlich wie sie gekommen sind, sind die Manatees dann auch wieder verschwunden. Und hinterlassen ein wahnsinniges „Wow-Gefühl“… Was für ein Start in den Tag!

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Jetzt wird`s Zeit, unsere Ausrüstung zusammen zu packen, schließlich wollen wir ja weiterkommen 😉


So, auf geht`s Richtung Norden!

Und dann sind wir plötzlich im Bundesstaat Georgia!!!

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Unglaublich – nach fast vier Monaten verlassen wir Florida und haben endlich das Gefühl, wirklich zu reisen! Unser nächstes Ziel ist der Great Smoky Mountains National Park in North Carolina, was wir aber nicht in einer Tagesetappe schaffen werden.

Nach knapp 470 km suchen wir uns ins Perry einen WalMart-Parkplatz zum Übernachten.

Georgia

Als wir am nächsten Morgen aus dem Fenster schauen, kommen wir uns irgendwie umzingelt vor:

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Offensichtlich hatten ein paar Lkw-Fahrer dieselbe Idee 😉

So, weiter geht`s! Je näher wir an Atlanta (Hauptstadt von Georgia) kommen, desto mehr wird uns wieder bewusst, warum wir Großstädte eher meiden…

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Die überfüllte, beidseitig siebenspurige Autobahn ist voll mit rücksichtslosen und gestressten Autofahrern, die zum nächsten Termin hetzen.

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Das macht mich nur noch dankbarer für das Leben, dass wir führen dürfen…

Am Abend erreichen wir den nächsten US-Bundesstaat: Willkommen in North Carolina 🙂

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Als wir unseren Campingplatz „Flaming Arrow“ erreichen, ist es schon dunkel. Und es hat deutlich abgekühlt. Nix mehr mit "kurze-Hosen-T-Shirt-Wetter"... Wir müssen tatsächlich unsere Jacken herauskramen! Brrrr... Schnell wird das Wohnmobil angehookt und die Heizung angemacht, bevor wir anschließend todmüde ins Bett fallen. Immerhin haben wir heute weitere 512 km geschafft:

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Am nächsten Morgen werden wir von starken Regenfällen geweckt. Es hat etwas Beruhigendes, wenn die Regentropfen auf das Womo-Dach prasseln und wir mögen eigentlich gar nicht aufstehen. Aber heute ist Dienstag (unser "Arbeitstag"), daher müssen wir das Faulenzen auf später verschieben 😉

Irgendwie fühlt es sich gerade an wie in Deutschland: kalt und regnerisch. Solche Tage sind auf jeden Fall ein gutes Mittel gegen Heimweh 😉


Als es sich nach ein paar Stunden ausgeregnet hat, blitzt am Horizont ein Regenbogen hervor:

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Die Wettervorhersage für die nächsten Tage schaut jedoch sehr gut aus und ich freue mich schon wie Bolle darauf, diesen wundervollen Park zu erkunden! Wie oft haben wir schon bei Karaoke-Abenden das Lied "Take Me Home, Country Roads" von John Denver gesungen und jetzt habe ich tatsächlich die Möglichkeit, die von ihm besungenen "Blue Ridge Mountains" mit eigenen Augen zu bestaunen!!!

Die Fernsehserie "Die Waltons" spielt übrigens auch in dieser Gegend 🙂

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