Pest oder Cholera - wir müssen uns entscheiden

Jetzt sind wir schon fast zwei Monate in San Felipe und können uns immer noch nicht wegreißen. Aber ist  das denn ein Wunder bei  Sonnenaufgängen wie diesen?

Es hat für uns aber auch praktische Gründe, warum wir immer noch hier sind. Da es in Mexiko mit dem Postweg etwas schwierig ist, wir aber noch auf ein paar Lieferungen aus den USA warten, nutzen wir den praktischen Grenzservice, der hier angeboten wird. Das bedeutet, dass wir Ware an eine US-Adresse in Calexiko, Kaliforniern, schicken lassen können. Die Mitarbeiter der Firma in San Felipe fahren regelmäßig zu dieser US_Adresse und bringen die Sachen - gegen eine kleine Gebühr - rüber nach Mexiko. Wir kaufen für 20 US$ gleich eine Monats-Flat und bekommen so z.B. auch unsere neue US-SIM-Karte, aber auch das neue Sicherheitsschloss, welches uns wegen zu langer Lieferzeit sonst nicht mehr erreicht hätte:

Hier zeigt Tom noch mal, wo wir uns auf der Baja derzeit befinden (wobei auf dieser Karte nur die Baja Norte, also der nördliche Teil der Baja California abgebildet ist):

Unser Ziel ist es jedoch, knapp 2000 km weiter Richtung Süden zu fahren, um an der Südspitze der Baja zu überwintern.  Die Straßen auf der Baja-Süd sind erstaunlich gut ausgebaut, im Gegensatz zu den katastrophalen Verhältnissen auf der Baja-Nord.  Blöderweise können wir den nördlichen Teil jedoch nicht einfach überspringen.  Wir haben noch einen abenteuerlichen Weg vor uns, denn wir wissen noch nicht, ob wir auf der Mex5 weiter durchfahren können, da wir in dem Fall über eine extreme Schotterpiste einen Berg überqueren müssen. Beim letzten Versuch vor 2 Jahren  (damals jedoch Richtung Norden), mussten wir wieder umdrehen. Sollen wir es diesmal erneut wagen, in der Hoffnung, dass die Straßenverhältnisse diesmal besser sind?

Die Alternative wäre, einen Riesen-Umweg zu fahren, um dann über Ensenada die Mex1 Richtung Süden zu nehmen. Diese Strecke kennen wir vom letzten Mal, und die Erinnerung an die teilweise lebensgefährlichen Schlaglöcher lässt uns nicht gerade Freudensprünge machen. Wir haben quasi die Wahl zwischen Pest und Cholera ...

Während wir versuchen, die für uns beste Entscheidung zu treffen, genießen wir unsere letzten Tage in San Felipe mit wunderschönen Sonnenuntergängen ...

Arbeiten im Outdoor-Büro ...

Entspannung ...

... und romantischen Lagerfeuern am Strand. Um Feuerholz brauchen wir uns zumindest keine Sorgen zu machen. Davon ist genug da, und wenn es mal zu groß geraten sollte - Tom MacGyver hat immer eine Lösung parat  😉

Und dann ist er da - der Tag der Abfahrt. Ein letztes Mal schauen wir uns um, genießen diesen wunderschönen Ausblick:

... und dann kann es endlich losgehen! Bye Bye San Felipe:

Für welche Route wir uns letztendlich entscheiden und ob wir diese Entscheidung am Ende bereuen, erzählen wir im nächsten Beitrag.


>>> So hat alles angefangen: 1 bis 2 Jahre Nordamerika – die Idee

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