Eine stürmische Angelegenheit

Grundgütiger, was für eine Nacht! Ich kann kaum schlafen, weil die Sturmböen, die um uns herum wüten, so heftig sind, dass ich Angst habe, unser Wohnmobil könnte jeden Moment umkippen.

Am nächsten Morgen ist der Sturm immer noch da, und wir diskutieren hin und her, ob wir unter diesen Bedingungen überhaupt weiterfahren können oder nicht.  Naja, es hier auszusitzen ist auch nicht gerade die beste Option. Wir stehen hier ziemlich frei und sind  so dem Wind schutzlos ausgeliefert, wie man auch auf folgendem Video ganz gut sehen kann:

Vielleicht sieht es ja in ein paar Kilometern ganz anders aus? Wir müssen ja über einen Berg und da kann das Wetter ja ganz anders sein. Die Entscheidung ist gefallen: Wir fahren weiter!

Unterwegs hoffe ich, dass wir unsere Entscheidung nicht bereuen werden, denn der Sturm wirbelt so viel Staub auf, dass wir teilweise die Hand vor den Augen nicht mehr sehen können:

Mit dem Auto durch einen Sturm zu fahren ist schon unangenehm. Aber mit einem 12-Meter-Wohnmobil ist es nochmal eine ganz andere Hausnummer. Die Angst, dass die nächste Sturmböe uns erfasst und von der Straße fegt, ist permanent dabei. Wir sind der Natur schutzlos ausgeliefert und können nur beten, dass alles gut geht ...

Zum Glück geht alles gut. Nach etwa einer Stunde Fahrt ist das Schlimmste vorbei und wir haben wieder den gewohnt schönen, strahlend-blauen Baja-Himmel:

In Guerrero  Negro überqueren wir die Bundesgrenze vom nördlichen Teil der Baja zur Baja California Sur, inklusive Military-Checkpoint, Unterbodendesinfektion und was sonst so alles dazugehört...

Unser Etappenzeil für heute ist das Städtchen San Ignacio, welches wir auch ohne weitere Zwischenfälle erreichen. Wir füllen an der Pemex unseren Dieseltank auf und dürfen netterweise auch auf dem Grundstück übernachten:

Das war unsere heutige Strecke von unserem Übernachtungsplatz in der Catavina -Wüste bis nach San Ignacio (insgesamt 290 km):

Obwohl San Ignacio in der Wüste liegt, gibt es in dem Örtchen eine kleine Oase mit einem See und ganz vielen Palmen. Diese wunderschöne Location will Tom natürlich ausnutzen, um ein Video für seine Podcast Meisterschule aufzuzeichnen. In der Zwischenzeit genießen Buddy und ich das schöne Wetter:

Wir waren übrigens schon einmal hier, im Dezember 2014. Damals haben wir noch auf einem Campingplatz übernachtet, weil das unser erster Winter in Mexiko war und wir uns zu dem Zeitpunkt noch nicht so richtig getraut haben, einfach "wild" zu campen.

So, jetzt geht´s aber weiter! Vor uns liegt die schönste Etappe der Baja - die Küstenstraße entlang der Sea of Cortez (Golf von Kaliforniern). Diese geht los bei Santa Rosalia im Norden und zieht sich durch bis kurz hinter Loreto im Süden. Aaaaaber ... Vor Santa Rosalia gibt es noch einen Wermutstropfen: wir müssen noch einen Berg bezwingen, der streckenweise sehr steile Abschnitte hat. Auf dieser Teilstrecke hatte ich schon 2014 Blut und Wasser geschwitzt.

Wie diese abenteuerliche Vulkan-Überfahrt diesmal wird, erzählen wir im nächsten Beitrag.


>>> So hat alles angefangen: 1 bis 2 Jahre Nordamerika – die Idee

Hier geht es zum vorherigen Beitrag: BH´s, Schlüpfer und ganz viel Staub

Hier geht es zum nächsten Beitrag: Der Abhang zur Hölle - der steilste Streckenabschnitt auf der Mex1

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