Man kommt sich näher…

Tom und ich wurden zeitgleich gezeugt. Fast. Er ist lediglich 4 Tage älter und damit derjenige in unserer Beziehung, der die größere Lebenserfahrung hat. Sagt er zumindest immer, um mich zu ärgern 😉

Eines haben wir aber definitiv gemeinsam: schlechtes Wetter bei der Geburtstagsfeier. Das ist das Schicksal von November-Kindern in Deutschland. Zumindest war es bisher so. Jetzt sind wir aber in San Diego und genießen die herrliche Sonne Kaliforniens. Beim Blick aus dem Wohnmobil-Fenster können wir unseren neuen Kolibri-Freund beobachten, der uns fast täglich einen Besuch abstattet:

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An Toms Geburtstag packen wir die Slackline ein, schwingen wir uns aufs Motorrad und fahren zum “Swami´s Beach”. Vorher gibt’s noch einen kleinen Zwischenstopp bei Carl´s Jr., weil das Geburtstagskind gerade Heißhunger auf Pommes bekommen hat:

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Am Strand angekommen, wird die Slackline aufgespannt und die Pommes direkt wieder abtrainiert. Naja, zumindest Tom trainiert, ich chille und beobachte:

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Lange hält es mich aber auch nicht auf der Decke. Selber machen macht viel mehr Spaß, als nur zuzuschauen:

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­Später fahren wir rüber zum Meditations-Garten, um dort einen wunderschönen Sonnenuntergang zu genießen:

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Abends gibt´s dann noch eine kleine, gemütliche Feier mit ein paar Freunden, selbstgemachter Pizza mit dickem Käserand, Lagerfeuer und Banjo-Musik:

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Zwischenzeitlich dürfen wir immer wieder mal über die Besonderheiten bzw. Eigenarten der Amerikaner schmunzeln. So wie über dieses Verbotsschild an einer amerikanischen Grundschule. Nix darf man, selbst Pferde und Drogen sind verboten:

Meinen Geburtstag nehmen wir zum Anlass, um unsere neue Lieblingsstadt etwas besser kennen zu lernen. Wir kaufen uns Tageskarten für den öffentlichen Nahverkehr und fahren als erstes mit dem Amtrak-Zug nach San Diego Old Town.

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Hier wurde die erste Missionsstation gegründet, deshalb gilt dieses Stadtviertel als “Geburtsstätte Kaliforniens”. San Diego Old Town ist heute ein Freilichtmuseum mit vielen kleinen Souvenirläden und einigen aufwändig restaurierten Gebäuden, durch die man sich sehr gut ein Bild vom Leben zur Zeit der Gründung Kaliforniens verschaffen kann:

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So, nach diesem kleinen Kultur-Ausflug schleppe ich Tom direkt zum nächsten Starbucks, um mir dort meinen wohlverdienten Cappuccino zu gönnen,

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… bevor es dann in die Tram und weiter Richtung Balboa Park geht. (Ja, schon wieder Balboa Park, weil wir es auch nach mehreren Besuchen nicht geschafft haben, alle für uns interessanten Sehenswürdigkeiten zu besuchen):

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Alle kostenpflichtigen Sehenswürdigkeiten/Museen im Balboa Park sind für uns nach wie vor kostenlos. Wir haben freien Eintritt, nicht nur hier, sondern auch im gegenüber liegenden San Diego Zoo, wo die Tageskarte mittlerweile 52,- US$/Person kostet. Wir befolgen dabei lediglich die Tipps, die wir in unserem Urlaubs-Schnäppchen-Report beschreiben.

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Völlig erschöpft aber glücklich machen wir uns am Abend auf den Heimweg. Die ganzen Eindrücke müssen jetzt erstmal verarbeitet werden … Wir haben erstmal genug von Kultur und der ganzen Rennerei und genießen in den nächsten Tagen lieber die wunderschönen Sonnenuntergänge, die – obwohl wir sie jeden Abend erleben dürfen – immer wieder einen Wow-Effekt bei uns auslösen:

Sunset

Tom nutzt die tolle Kulisse auch immer wieder gerne: Podcasts aufnehmen, Videos drehen, Online-Kurse erstellen …

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Er freut sich aber auch, wenn er mal keinen Sand im Büro hat:

Zwischenzeitlich ist auch unsere Entscheidung bezüglich des Überwinterns gefallen. Wir wollen einen kleinen Heimaturlaub machen und Toms Eltern zu Weihnachten überraschen. Jetzt, wo die Flüge gebucht sind, gibt es kein Zurück mehr – wir werden einen Tag vor Heiligabend in Frankfurt landen! Die Schwierigkeit wird sein, das Ganze für uns zu behalten und mit keinem darüber zu sprechen, damit die Überraschung auch wirklich gelingt:

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Flight Details

Wir fliegen von Las Vegas, daher werden wir uns langsam mit dem Gedanken anfreunden müssen, San Diego “Auf Wiedersehen” zu sagen. Wir brauchen ja noch etwas Zeitpuffer, um in Vegas einen geeigneten Lagerraum für unser Wohnmobil zu finden.

Aber vorher dürfen wir noch einen weiteren Höhepunkt erleben: Thanksgiving (Erntedankfest)! Und zwar gleich doppelt: einmal so richtig traditionell mit unserer Gastfamilie …

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… und im Anschluss eine Thanksgiving Party mit ein paar Freunden am Strand – wir feiern hier bis 3 Uhr morgens:

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So sieht es dann nach der Thanksgiving-Völlerei in einem normalen amerikanischen Haushalt aus:

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Wir legen dann doch lieber noch eine extra-Trainingseinheit ein:

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Und weil wir gerade so schön in Feierlaune sind, wollen wir zum krönenden Abschluss noch eine San-Diego-Abschiedsparty organisieren. Es ist schon richtig weihnachtlich geworden und wie es sich für einen ordentlichen Amerikaner gehört, will jeder mit dem am hellsten erleuchteten Haus glänzen:

Wir versenden Adventsgrüße vom Strand und realisieren einmal mehr, wie glücklich wir uns schätzen können, dass wir unseren Traum leben dürfen:

Advent1

Selbst Kanga, der Haushund unserer Gastfamilie, ist schon in Weihnachtsstimmung:

Kanga

Der Tag des Abschieds kommt schneller als erwartet … Wir freuen uns, noch mal all die lieben Menschen um uns zu haben, mit denen wir in den letzten Monaten Freundschaft geschlossen haben. Unsere Gefühle sind gemischt. Einerseits freuen wir uns, dass unsere Reise nun weiter geht, andererseits ist da auch ein Anflug von Wehmut … Schließlich haben wir knapp sieben Monate in San Diego verbracht und somit hier fast schon Wurzeln geschlagen. Bei leckerem Essen und Lagerfeuerromantik verbringen gemeinsam wir einen unvergesslichen Abend:

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Bevor wir uns nun aber auf den Weg nach Las Vegas machen, kommt uns ganz unerwartet ein heftiges Erdbeben mit anschließender Überschwemmung im U-Bahnschacht in die Quere …


>>> So hat alles angefangen: 1 bis 2 Jahre Nordamerika – die Idee

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2 thoughts on “Man kommt sich näher…”

  1. Tolle Bilder, tolle Geschichte, schön geschrieben. Macht immer wieder Spaß. Weiter so ???????? . Und nicht immer so leckeres Essen zeigen, ich kriege immer Hunger dann ????

    1. Vielen Dank liebe Anja 🙂
      Es ist gar nicht so einfach, kein leckeres Essen zu zeigen, wenn man über die USA schreibt… Aber wir geloben Besserung! 🙂
      Liebe Grüße in die alte Heimat
      Enida & Tom

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