Heimaturlaub in Deutschland – Das große Wiedersehen

Je näher wir an Toms Elternhaus kommen, desto größer wird unsere Aufregung. Wird die Überraschung gelingen? Ahnen sie auch wirklich nichts? Sind sie überhaupt zu Hause?

„Zieh die Kapuze über den Kopf!“, sagt Tom, als wir in die Straße abbiegen, wo meine Schwiegereltern wohnen. „Wenn sie gerade zufällig aus dem Fenster schauen, würden deine roten Haare sofort auffallen“, erklärt er noch hinterher und zieht sich selber auch eine Kapuze über den Kopf.

Wir parken unseren Mietwagen vor die Garage, machen den Motor aus und bleiben ein paar Sekunden im Auto sitzen. „Die Luft ist rein“, sagt Tom und steigt vorsichtig aus. Er platziert die Videokamera vor dem Hauseingang, steckt mit ein paar US-Fähnchen den Weg im Garten ab, holt noch einmal tief Luft und klingelt an der Tür.

Was dann passiert, kann man schwer in Worte fassen. Aber zum Glück haben wir alles auf Video festgehalten:

Nachdem sich die Aufregung ein wenig gelegt hat, werden schnell noch ein paar Erinnerungsfotos gemacht:

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Jetzt gibt es natürlich viel zu erzählen, die Zeit vergeht wie im Flug! Das ist aber auch gut so, denn wir müssen immer noch geheim halten, dass wir gerade auf Heimaturlaub sind. Toms Bruder wird mit seiner Frau über Silvester kommen – die beiden wollen wir natürlich auch überraschen. Ebenso meinen Bruder in der ersten Januar-Woche, der zufällig in der Nähe mit seiner Familie Urlaub macht.

Obwohl wir jetzt komplett aus unserem Tages-Rhythmus raus sind, versuchen wir dennoch, unsere täglichen Sporteinheiten beizubehalten. Selbst an Silvester, bevor wir das Neue Jahr begrüßen:

Natürlich darf zum Jahreswechsel auch ein Jahresrückblick in Form eines Podcasts nicht fehlen. Was war das doch für ein aufregendes Jahr… Und natürlich kam alles anders, als es geplant war. Eigentlich wollten wir im Sommer nach Alaska und Kanada. Aber wir blieben überwiegend in San Diego/ Kalifornien. Pläne wurden durch „Zufälle“ durchkreuzt. Anfangs haben wir uns geärgert, wenn etwas nicht wie geplant geklappt hat, dann aber haben wir die Zeichen des Universums verstanden und es ist meist immer deutlich besser gekommen. Letztendlich waren wir froh, dass unsere Pläne durchkreuzt waren. Was alles geschehen ist und was wir draus gelernt haben, erfährst Du in dieser Episode.

TomsTalkTime.com – Jahresrückblick 2015

Vor dem Überraschungsbesuch bei meinem Bruder bin ich ziemlich aufgeregt. Werden mich meine kleine Nichte und mein Neffe überhaupt wieder erkennen? Wahrscheinlich nicht, denn sie waren beide noch sehr klein, als wir zu unserer Reise aufgebrochen sind… Aber wir haben während unserer Reise hin und wieder geskypt, daher dürfte ich ihnen nicht komplett fremd sein. Hoffe ich.

Kurz bevor wir losfahren, werden wir von dem lang ersehnten Schnee überrascht! Einerseits freuen wir uns, nach so langer Zeit mal wieder richtiges Winter-Wonderland zu sehen, aber andererseits … Muss es denn ausgerechnet heute sein, wenn wir eine längere Autofahrt vor uns haben?

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Wir kommen trotz Wintereinbruch auf den Straßen sehr gut durch und erreichen sicher und voller Vorfreude das Ferienhotel.

Am Anfang haben wir jedoch Schwierigkeiten, meinen Bruder überhaupt zu finden. Wir wissen zwar, in welchem Hotelzimmer er ist, aber als wir dort klopfen, macht keiner auf. Familienausflug.

Also gut, dann trinken wir noch einen Kaffee an der Rezeption und üben uns in Geduld. Irgendwann müssen sie ja wiederkommen…

Beim nächsten Versuch haben wir Glück.  Als wir an die Tür klopfen, hören wir Schritte und aufgeregtes Kindergebrabbel. Dann öffnet mein Bruder die Tür. Er ist ziemlich verdutzt, für einen Moment sogar sprachlos. Er schaut uns ungläubig an, als würde er fragen wollen: “Wo ist denn hier die versteckte Kamera?” Sein Gesichtsausdruck – einfach unbezahlbar!

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Wir verbringen zusammen einen wunderschönen Tag und genießen die gemeinsame Zeit. Wer weiß, wann wir uns das nächste mal wiedersehen werden …

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Da wir während unseres Heimaturlaubs noch einiges vorhaben, müssen wir den Rückflug nach Las Vegas zeitnah buchen. Ansonsten besteht die Gefahr, dass wir hier “versacken”. Wir gehen unsere Planung noch einmal durch: diverse Besuche bei Familie und Freunden, Messebesuche, Ausflüge, Produktlaunch unserer Podcast-Meisterschule, Seminare (sowohl extern mit Tom als Speaker als auch unser eigenes Podcast- Live-Seminar), Reserveübung bei der Bundeswehr (Tom), Canyoning-Guide-Fortbildung (Tom), diverse Behördengänge …  Nach langem Hin und Her entscheiden wir uns für einen Rückflug im Mai. Fünf Monate Heimaturlaub müssen reichen, um hier alles zu erledigen, damit wir im Anschluss unsere Reise entspannt fortsetzten können. Es ist auch ein Commitment uns selbst gegenüber: Gas zu geben, um vor dem Abflug alles erledigt zu bekommen und gar nicht erst in Versuchung zu kommen, irgendwas aufzuschieben.

Wir entscheiden uns wieder für die Condor Business-Class und genießen den Moment, als Tom den Buchungsvorgang abschließt. Jetzt wissen wir, dass es für uns bald wieder nach Hause geht – zu unserem Fred nach Las Vegas:

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Wir haben zwar bei Toms Eltern unsere Base, bleiben aber nie länger als ein paar Tage am Stück hier. Auf unserer Tour durch die Republik sind wir meistens in Ferienwohnungen, Hotels oder bei Freunden untergebracht. Es warten viele spannende Begegnungen und Erlebnisse auf uns, aber leider auch eine sehr traurige Nachricht… Darüber erzählen wir mehr im nächsten Beitrag.


>>> So hat alles angefangen: 1 bis 2 Jahre Nordamerika – die Idee

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