Auf frischer Tat ertappt: Mein Mann knutscht fremd... mit einem anderen Kerl!

Wir sind von der Gastfreundschaft, die uns hier entgegengebracht wird, immer wieder aufs Neue überwältigt. Nicht nur, dass uns das Haus von Kristian und Fernanda offen steht („mi casa es su casa“), sie bringen uns auch eine Wärme und Herzlichkeit entgegen, die man normalerweise nur von richtig guten Freunden kennt. Einmal mehr sind wir froh darüber, dass wir uns von den Gerüchten über die „bösen und gefährlichen Mexikaner“ nicht haben beeinflussen lassen – es ist doch immer noch am besten, seine eigenen Erfahrungen zu machen. 🙂

Wir lernen auch Freunde von den Beiden kennen und - wie sollte es anders sein - auch mit ihnen verstehen wir uns super:

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Wir haben viel Spaß zusammen und genießen die gemeinsame Zeit:

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Als die Beiden uns ihren Nachbarn Jim vorstellen, können wir unser Glück kaum fassen! Jim ist ein Computer-Nerd wie er im Buche steht und zum ersten Mal seit langen keimt wieder ein Stückchen Hoffnung auf, dass die Daten von Toms defekter Festplatte vielleicht doch noch gerettet werden könnten. Falls Du noch einmal nachlesen möchtest, was mit der Festplatte passiert ist – hier ist der Link zu dem dazu gehörenden Blogartikel:

Weihnachten mal anders

Auch mit Jim freunden wir uns sehr schnell an. Er ist Amerikaner, lebt aber schon seit vielen Jahren hier in San Jose del Cabo. Sein freundliches Gemüt und seine Herzlichkeit sind einfach ansteckend und wir haben viel Spaß miteinander 🙂

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Die Luft ist zum Zerreißen gespannt, als Jim uns - nach einer durchgearbeiteten Nacht – das Ergebnis seiner Arbeit mitteilen will. Konnte er die Daten retten? Oder müssen wir uns endgültig damit abfinden, dass wir sie für immer verloren haben?

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Plötzlich erscheinen auf Jims Bildschirm Dateinamen, die uns bekannt vorkommen. Und zwar nicht nur die Dateinamen, sondern auch die Dateien selber! Wir können es nicht fassen und starren erstmal nur ungläubig auf den Monitor... Als wir realisieren, dass Jim alle Daten aus den letzten 15 Jahren WIRKLICH gerettet hat, kriegen wir uns vor Freude gar nicht mehr ein. Tom ist so überwältigt, dass er den armen Jim spontan abknutscht 😉

Die beiden strahlen um die Wette und ich finde, dass man Tom die Erleichterung förmlich ansehen kann:

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Dieses Erfolgserlebnis wird natürlich mit einer guten Zigarre und einem Gläschen Wein gefeiert:

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Jim bietet spontan an, dass wir uns mit unserem Wohnmobil direkt vor sein Haus stellen – natürlich stellt er uns Strom und Wasser zur Verfügung und wir können sein (mega-schnelles!) Internet anzapfen. Auch dieses Angebot nehmen wir dankend an, da wir mit unserem Schlachtschiff vor Kristians Einfahrt auch den Parkplatz eines Copy-Shops blockieren. Wir ziehen mit unserem Fred also um und stellen uns direkt gegenüber auf die andere Straßenseite:

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Es wäre eigentlich der perfekte Stellplatz, um sich ein paar Monate häuslich nieder zu lassen, wenn… Ja, wenn die Straße nicht so eng wäre. Dass wir unseren Wohnzimmer-Slide nicht herausfahren können, ist eigentlich halb so wild – wir haben auch so genug Platz im Womo. Aber wir zittern jedes Mal um unseren Außenspiegel auf der Fahrerseite, wenn sich zwei Busse auf unserer Höhe kreuzen (was mehrmals täglich passiert). Zum Glück ist die ganze Zeit nichts passiert, aber es war ein paarmal knapp. Also RICHTIG KNAPP…

Wir verbringen hier ein paar entspannte Tage - eine Mischung aus Arbeiten, Entspannen, Sightseeing, Sport und Kultur… Eine Besonderheit in San Jose del Cabo ist der „Art-Walk“:

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Jeden Donnerstag haben die unzähligen Kunstgallerien bis tief in die Nacht geöffnet und man hat das Gefühl, die ganze Stadt ist auf den Beinen, um ein bisschen in den Geschäften zu stöbern. Unsere neuen Freunde nehmen uns mit, um uns voller Stolz das bunte Treiben in ihrer Stadt zu zeigen:

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Wir kommen aus dem Staunen gar nicht mehr raus, als uns Kristian seinen Roller anbietet, damit wir etwas mobiler sind. Wir können ihn jederzeit nutzen, wenn er nicht gerade damit unterwegs ist. Wahnsinn, oder? Gastfreundschaft overload ... 🙂

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Auch wenn die Geschäfte gut zu Fuß erreichbar sind, ist es doch angenehmer, mal eben mit dem Roller einkaufen zu fahren. Die Supermärkte hier stehen denen in den USA übrigens in nichts nach. Man bekommt wirklich alles, was man braucht:

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Wir fühlen uns sichtlich wohl hier und so werden aus den geplanten "ein paar Tagen" ganz schnell "ein paar Wochen".  Die Donnerstage sind immer wieder ein Erlebnis -  wir bummeln mit unseren neuen Freunden durch die Innenstadt, tauchen gemeinsam mit ihnen ein in das Künstler-Flair ...

... und bekommen Insider-Tipps aus erster Hand (z.B. wo man ab besten essen gehen kann):

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Zwischendurch genießen wir auch ein paar Strandtage. Mal wollen wir einfach alleine sein und fahren mit unserem Womo an einen der vielen Strände (auch wenn wir wegen unserer Höhe mal einen Umweg in Kauf nehmen müssen ;)) ...

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... und mal verbringen wir Zeit mit Freunden, spannen unsere Slackline auf und haben einfach Spaß zusammen:

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Erfreulicherweise sehen wir auch Tom und Samantha, die wir vor ein paar Wochen in Todos Santos kennen gelernt haben, wieder! Sie kommen uns für einen Tag besuchen und kommen ebenfalls in den Genuss, von Tom privaten Slackline-Unterricht 🙂

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Bei jedem Erkundungsspaziergang entdecken wir neue, wunderschöne Seiten an San Jose del Cabo:

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Und natürlich erweitern wir unsere "Die Käfer der Baja"-Sammlung mit neuen Fotos:

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Wer hierher kommt, sollte unbedingt auch einen der zahlreichen Flohmärkte besuchen. Hier gibt es nichts, was es nicht gibt - sogar Skischuhe gibt es im Angebot!!! Jim und Nevy nehmen uns bei einer ihrer Second-Hand-Shop-Tour mit und wir machen in der Tat ein paar sehr gute Schnäppchen 😉

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Zwischendurch hilft Tom mal wieder einem Auto beim Anspringen:

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Was wir uns auf keinen Fall entgehen lassen wollen, ist der wöchentliche Biomarkt im Ort. Hier läuft einem beim Stöbern an den Ständen bereits das Wasser im Mund zusammen...

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Obwohl es uns hier so gut gefällt, packt uns nach einigen Wochen dennoch wieder das Reisefieber. Wir haben ja gerade mal die Hälfte vom Cabo-Loop geschafft und noch viele traumhafte Plätze vor uns. Mit einem lachenden und einem weinenden Auge bereiten wir uns auf den Abschied vor. Das Wohnmobil wird noch einmal gewaschen...

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... und anschließend wird der letzte Abend mit einer Flasche Wein begossen, wobei die obligatorische Zigarre natürlich nicht fehlen darf. Wir sind beide total gerührt, als Jim Tom zum Abschied einen selbstgebauten Humidor schenkt:

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Warum unsere Weiterfahrt leider nicht so glatt verläuft wie erwartet, verraten wir Euch im nächsten Blogbeitrag...


>>> So hat alles angefangen: 1 bis 2 Jahre Nordamerika – die Idee

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