Und plötzlich wird Tom von den Wassermassen verschlungen

Seit ich Tom kenne (also fast schon 20 Jahre!), ist er im Wildwasser unterwegs. Als einer der Ersten hatte er seinerzeit die Ausbildung zum CIC-geprüften Canyoning-Guide absolviert und hat seitdem Tausende Menschen beim Abseilen durch tosende Wasserfälle begleitet – immer durch seinen gelben Guide-Helm zu erkennen:

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Das absolute Canyoning-Highlight war für mich persönlich der Heiratsantrag, den Tom mir auf einem Plateau zwischen zwei Wasserfällen gemacht hat:

Die CIC-Guides (CIC = Commission Internationale de Canyon) sind die am besten ausgebildeten Canyoning-Guides weltweit. Um den hohen Qualitätsstandard aufrecht zu erhalten, müssen sie spätestens alle zwei Jahre eine Pflichtfortbildung in Form eines speziellen Trainings absolvieren. Tom ist dieses Jahr wieder dran, was ziemlich praktisch ist, da wir gerade noch auf Heimaturlaub sind. Vor ihm liegen 3 sehr spannende aber auch anstrengende Tage im Eiskanal in Augsburg.

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Einziger Wermutstropfen dabei ist die Tatsache, dass die Fortbildung genau auf unseren kirchlichen Hochzeitstag (und unseren Kennenlern-Tag) fällt. Da es aber die einzige Möglichkeit für Tom ist, seine Lizenz zu behalten, komme ich einfach mit und wir feiern unseren Hochzeits- und Kennenlerm-Tag an der Olympia-Wildwasserstrecke in Augsburg 😉

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Bei aller Romantik dürfen wir aber nicht vergessen, dass die Fortbildung ein knallhartes Training ist und die Jungs an ihre Belastungsgrenzen bringt. Mir stockt alleine schon beim Zuschauen der Atem:

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In dem Fall sind ein paar Videosequenzen wahrscheinlich etwas vielsagender (und beeindruckender) als Fotos …

Ein paar Aufwärmübungen, bevor die Jungs im Eiskanal durchgeschleudert werden:

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Einer der wichtigsten Punkte auf dem Programm: Selbst- und Fremdrettung. Diese Übung hat es in sich: Das vermeintlich rettende Seil muss – während man im Schleudergang von den Wassermassen runter gedrückt wird – gekappt werden, und das möglichst bevor man ertrinkt … Tom zeigt, wie´s geht 😉

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Und hier noch einmal Tom in seinem Lieblings-Element, dem (Wild-) Wasser:

Nach drei sehr anstrengenden und aufregenden Tagen erhalten die die Teilnehmer Ihre Urkunde, und können nun – in der Gewissheit, dass sie wieder auf dem neuesten Stand der Technik sind – Ihren Gästen weiterhin unvergessliche und vor allem sichere Erlebnisse bieten:

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Und in der Gewissheit, dass wir jetzt wieder nach Las Vegas fliegen, stürzen wir uns nun in die Reisevorbereitungen. Tom trifft dabei eine Entscheidung, die ihm nicht leicht fällt:

Mal schauen, ob das alte Schätzchen einen neuen Besitzer findet.

Soooo … Der Tag der Abreise ist da.
Ich hasse Abschiede. Nicht zuletzt, weil man dabei nie weiß, ob es noch mal ein Wiedersehen geben wird.  Uns ist jetzt schon klar, dass wir wieder für eine lange Zeit weg sein werden. Klar freuen wir uns auf die Weiterreise und all die Abenteuer, die noch auf uns warten. Aber wir fahren trotzdem auch mit einem weinenden Auge weg, weil wir Deutschland auch mögen und hier unsere Familie und Freunde haben. Tom sagt immer:“Das beste Mittel gegen Heimweh ist, sich den Wetterbericht anzuschauen.” Und irgendwie funktioniert das immer wieder 😉

Am Flughafen in München haben wir noch genug Zeit, um ein bisschen zu entspannen und die Seele baumeln zu lassen.

Das tun wir auch. Bis wir plötzlich von einem fremden Mann angesprochen werden:

“Seid ihr die Kaules’ ?”, fragt er ganz aufgeregt.

Wir schauen uns ziemlich verdutzt an.

“Wer will das wissen?”, fragt Tom vorsichtig. So oft werden wir schließlich auch nicht von wildfremden Menschen mit dem Namen angesprochen.

Umso erstaunter sind wir, als sich herausstellt, dass der junge Mann ein großer Fan von unserem Reiseblog ist und uns durch Zufall hier am Flughafen erkannt hat:

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Bevor es für uns zum Boarding geht, quatschen wir noch ein bisschen mit Jochen und Elisabeth und versprechen den Beiden beim Abschied, dass wir sie auch weiterhin mit unseren Reiseberichten auf dem Laufenden halten werden.

Und dann geht es endlich los! Mit einem Zubringerflug fliegen wir von München nach Frankfurt, von wo aus es dann direkt nach Las Vegas geht.

Und diesmal fühlt es sich tatsächlich so an, wie “nach Hause fliegen”. Vielleicht, weil für uns “zu Hause” dort ist, wo unser Wohnmobil steht?

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Nach einem super-entspannten Flug in der Business-Class – wir haben die meiste Zeit in unseren (zu kuscheligen Betten umfunktionierten) Sitzen geschlafen – kommen wir gut gelaunt in Las Vegas an:

Bei der Landung wird im Flieger standesgemäß “Viva Las Vegas” von Elvis Presley gespielt und wir singen fröhlich mit:

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Nach einer ziemlich anstrengenden Grenzkontrolle (diesmal haben wir das Pech, dass wir herausgepickt und seeehr genau unter die Lupe genommen werden), können wir uns endlich auf dem Weg zu unserem Wohnmobil “Fred” machen, der während unseres Heimaturlaubs in Las Vegas eingelagert war. Wir sind ziemlich aufgeregt, da wir nicht wissen, in welchem Zustand wir unseren Fred vorfinden werden. Ist alles noch an seinem Platz? Und wird er nach so langer Zeit überhaupt anspringen? Das erfährst Du im nächsten Beitrag 🙂


>>> So hat alles angefangen: 1 bis 2 Jahre Nordamerika – die Idee

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