Top Gun - Sie fürchten weder Tod noch Teufel - Auf den Spuren von Tom Cruise

Ich muss zugeben, dass ich schon ein wenig aufgeregt bin, als wir das Gelände der ehemaligen United States Navy Fighter Weapons School („Top Gun“) in Miramar betreten.

Hier hat vor ziemlich genau 30 Jahren Tom Cruise seinen legendären Film “Top Gun” gedreht, und man spürt auch heute noch dieses gewisse Etwas in der Luft, sobald man die Base betritt… Grundgütiger! Ist das wirklich schon 30 Jahre her??? Es kommt mir vor wie gestern, dass ich schmachtend vor der Leinwand saß und total neidisch auf Kelly McGillis war, in die sich der unverschämt gutaussehende Kampfpilot verliebt hat… Für mich und Millionen anderer weiblicher Fans blieben als Trost lediglich die Poster aus der BRAVO…

Dafür darf ich heute etwas “Top Gun-Luft” schnuppern und mir ein paar spektakuläre Flugshows aus nächster Nähe anschauen. 🙂

1997 wurde die Naval Air Station Miramar der US Navy vom US Marine Corps übernommen und in Miramar Marine Corps Air Station (Miramar MCAS) umbenannt:

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Natürlich waren sowohl der Film “Top Gun” damals, als auch die spektakuläre Air-Show heute, hauptsächlich eine Werbeshow für das Verteidigungsministerium. Und die Werbemaschinerie funktioniert: die Selbstbeweihräucherung des Militärs lässt neutrale Beobachter wie uns lediglich erstaunen, aber die Masse um uns herum ist durch Parolen wie “Amerika - das beste und großartigste Land der Welt” und “Wir bringen Frieden in die Welt” ziemlich aufgeheizt und schäumt geradezu über vor Patriotismus.
Soldaten werden in diesem Land wie Helden vergöttert, haben überall eine Sonderstellung und werden bevorzugt behandelt. Da ist es natürlich auch nicht verwunderlich, dass so viele Menschen zum Militär möchten und förmlich vor Stolz platzen, wenn sie dem “großartigsten Land der Welt” dienen dürfen. Erstaunlich, wie einfach es immer wieder ist, Menschenmassen zu beeinflussen, ohne dass diese irgendwas hinterfragen…

Wir sind aber nicht aus politischen Gründen hier, sondern um ein bisschen Spaß zu haben. Daher widmen wir uns den atemberaubenden Stunts in der Luft und bestaunen die beachtliche Ausstellung auf dem Gelände.

Auf den folgenden Fotos sieht man übrigens einen F-35 Kampfjet. Dieses Modell ist mit einem Kaufpreis von knapp 240 Millionen US$ nicht nur der teuerste, sondern auch der modernste Kampfjet unserer Zeit:

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Hier sieht man auf den folgenden Fotos unter anderem den "Pave Hawk" Hubschrauber, der an der Rettung des "Lone Survivor" Marcus Luttrell beteiligt war. Diese Rettungsaktion wurde kurze Zeit später in Hollywood verfilmt.

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Ich bin zudem total fasziniert von diesem Senkrechtstarter. Wahnsinn, wie ruhig er in der Luft stehen kann. Irgendwie erwartet man jeden Moment, dass er gleich abstürzt... Aber er kann auch anders 😉

Der Platz auf Schiffen ist stark begrenzt. Darum haben viele Flugzeuge, welche auf den Flugzeugträgern stationiert sind, einige Besonderheiten. Dazu zählen z.B. auch die klappbaren Tragflächen.

Und das Feuerwehrauto des Flugplatzes muss natürlich auch zeigen, zu welcher "Gattung" es gehört. Und wenn es schon nicht fliegen kann, so gibt es wenigstens ein Leitwerk 😉

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Und was auf den folgenden Bildern schon fast wie etwas zu groß gewordene Modell- oder Spielzeugflugzeuge aussieht, sind sehr ernstzunehmende "Flugzeuge". Diese UAV´s (Unmanned Aircraft Vehicles / unbemannte Luftfahrzeuge), oder auch umgangssrachlich als "Drohnen" bezeichnet, sind mit verschiedenen Funktionen ausgestattet. Die hier gezeigten Modelle sind sogenannte Aufklärungsdrohnen. Die Kameras bieten eine so hohe Auflösung, dass man bei einer Person am Boden die Uhrzeit an dessen Armbanduhr ablesen könnte.

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Der absolute Höhepunkt der Air-Show sind aber die Blue Angels, die hier fast wie Popstars gefeiert werden:

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Und so sieht das Ganze dann in Action aus:

Wir haben die Blue Angels schon mal bei einer Air-Show bewundern dürfen - 2007 in San Francisco. Ist zwar schon ein Weilchen her, war aber nicht weniger spektakulär:

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Am Ende des Tages wird es nochmal richtig heiß. Die Jungs nutzen die Dunkelheit für ein paar beeindruckende pyrotechnische Effekte. Egal, ob mit “brennenden” Fallschirmspringern am Himmel, oder mit “Raketenautos” am Boden - der WOW-Effekt bleibt nicht aus:

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Und so schaut es aus, wenn der Lkw mit Jetantrieb mal so richtig Gas gibt:

Wow, das war heute ein wirklich langer Tag mit vielen spektakulären Eindrücken… Jetzt bin ich aber ziemlich k.o. und freue mich einfach nur noch auf mein kuscheliges Bett 🙂 Also schwingen wir uns aufs Motorrad und machen uns ganz gemütlich auf den Heimweg.

Ach ja... Das Motorrad wird in unserem nächsten Bericht leider eine nicht so schöne Rolle spielen. Tja, Kickstarter sollen schon Karrieren von Profi-Sportlern ruiniert haben… 🙁


>>> So hat alles angefangen: 1 bis 2 Jahre Nordamerika – die Idee

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