Death Valley (4) - Déjà-vu in der Wüste

Die “Mesquite Flats Sand Dunes” sind der Inbegriff dessen, was man sich vorstellt, wenn man das Wort “Wüste” hört. Man fühlt sich plötzlich in eine andere Welt versetzt, wenn man vor dieser beeindruckenden Landschaft steht: Sanddünen aus feinstem Quarzsand soweit das Auge reicht.

Man kann eigentlich gar nicht dran vorbeifahren, denn man sieht die Dünen schon von Weitem. Bereits der Weg dorthin lohnt sich, man wird mit Bildern wie diesen eingestimmt auf das, was noch kommt:

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Dieses atemberaubend schöne Dünengebiet, welches sich über eine Gesamtfläche von etwa 36 km² erstreckt, hat für uns eine besondere Bedeutung. Im September 2001, als wir in Las Vegas geheiratet haben, waren die Mesquite Flats Sand Dunes ein Teil unserer Hochzeitsreise:

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Und heute, 14 Jahre später (!), stehen wir wieder an derselben Stelle und erleben quasi ein Déjà-vu:

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Es gibt keine ausgewiesenen Wege o.ä. - würde hier auch keinen Sinn machen, da der Wüstensand eh ständig in Bewegung ist. Also einfach loslaufen und den höchsten Grat (die 35 Meter hohe “Star Dune”anpeilen 😉 Das heißt, sofern es die Hitze zulässt. Die meisten Besucher aber kommen nicht weit, weil es so heiß ist, dass man das Gefühl hat, dass das gesamte Wasser im Körper verdunstet und man auf der Stelle einfach als Skelett zusammenbricht. Also begnügen auch wir uns damit, lediglich ein paar schöne Fotos zu machen und verzichten bewusst auf eine längere Wanderung.

Man könnte meinen, dass durch den natürlichen Lebenserhaltungstrieb die Hitze-Warnschilder vor den Dünen eigentlich überflüssig sind… Aber Pustekuchen! Angeblich werden hier immer noch Leichen von Menschen gefunden, die die Hitze unterschätzt haben ...

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Dabei ist es gar nicht so schwer, hier zu überleben. Man muss sich einfach nur an die Gegebenheiten anpassen, wie z.B. diese Sidewinder (eine Klapperschlangen-Art):

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Aber wie können solche phantastischen Sandformationen überhaupt entstehen? Damit sich Dünen wie diese bilden können, werden drei Dinge benötigt:
1.) ausreichend Sand
2.) einen starken Wind, der den Sand permanent zur Düne transportiert und
3.) einen windgeschützten Bereich, an dem sich der Sand dann sammeln und ablagern kann. Bei den Mesquite Flats Sand Dunes spenden die Tucki Mountains im Süden den nötigen Windschatten:

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Wir lassen es uns natürlich auch nicht nehmen, unseren Fred vor dieser phantastischen Kulisse zu fotografieren:

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Jetzt geht es weiter Richtung Süden, zum Furnace Creek Campground. Auf der Fahrt wird es jedenfalls nicht langweilig, der Park bietet uns auch auf diesem Streckenabschnitt ein paar wunderschöne Foto-Motive:

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Und dann erreichen wir den Punkt, bei dem wir uns exakt auf Null Meter N.N. befinden:

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Morgen werden wir diesen Punkt nochmal deutlich unterschreiten und weit unter den Meeresspiegel kommen, und zwar ohne dabei nasse Füße zu bekommen 😉 Es wird zumindest kein langweiliger Tag werden - wir müssen nämlich noch die letzten Hausaufgaben machen, um unser begehrtes Junior-Ranger-Abzeichen zu bekommen.

Für heute gibt es nur noch eine Aufgabe für uns: einen schönen, ruhigen Stellplatz auf dem Furnace Creek Campground zu finden, wo wir die Nacht verbringen können. Das fällt uns nicht besonders schwer, da außer uns kaum noch jemand hier ist – wir haben freie Auswahl ...

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... und entscheiden uns spontan für diese Traumkulisse:

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Hier nochmal unsere heutige Strecke zusammengefasst:


>>> So hat alles angefangen: 1 bis 2 Jahre Nordamerika – die Idee

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