Von Tecate nach Ensenada – der erste Eindruck

Das Erste, was uns nach dem Grenzübertritt auffällt, sind die niedlichen kleinen Sträßchen. Dies soll wohl ein Vorgeschmack auf das werden, was noch kommen wird. Nicht nur, dass die Straßen ziemlich eng sind - zumindest wenn man dort mit einem knapp 2,60m breiten und ca. 11m langen Wohnmobil durchfahren möchte - sie sind zudem auch noch übersät von Schlaglöchern. Wir hoffen, dass die vielen Baustellen, hmmmm, na ja, eigentlich ist es nur EINE Baustelle, welche sich fast durch den ganzen Ort zieht, ein gutes
Zeichen dafür sind, dass auf dem Rückweg die Straßen in perfektem Zustand sein werden 😉

Was uns sonst noch massiv auffällt und worauf wir auch schon von anderen Reisenden vorgewarnt wurden, sind die vielen (oft sinnlos) platzierten Stopp-Schilder, an die sich kein Mensch hält. Außer uns natürlich, denn wir haben keine Lust, unseren Mexiko-Start gleich mit einem Ticket zu beginnen.

Nach ca. 30 Minuten sind wir aus Tecate raus und wir fahren auf der Mex 3 in Richtung Ensenada. Die Strecke ist landschaftlich unheimlich schön. Sie schlängelt sich auf einer überwiegend gut ausgebauten Landstraße durch eines der Haupt Weinanbaugebiete der Baja California, was auch unübersehbar angepriesen wird.

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Gerade noch rechtzeitig zum Sonnenuntergang - erreichen wir Ensenada.


Hallo Pazifik! Wir werden uns die nächsten Monate noch öfter
sehen 🙂

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Die Stadt Ensenada zieht sich ewig. Und sie hält auch einige
Überraschungen für uns parat. So fahren wir an den amerikanischen
Klassikern wie Walmart, Home Depot und noch ein paar anderen Geschäften vorbei. Wir benötigen in etwa 30 Minuten, bis wir am Südrand der Stadt angekommen sind. Denn dort geht´s rechts ab zu unserem ersten Campingplatz, dem „La Jolla Beach Camp“. Da es schon dunkel ist, können wir nur vermuten, wie schön die Aussicht ist. Das Tolle an solchen Vermutungen ist die Neugier, wenn man am nächsten Morgen aus dem Fenster schaut. Und auch hier werden wir nicht enttäuscht:

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Die Aussicht ist, im Gegensatz zu den Toiletten, einfach nur genial. Aber das Schöne ist ja, dass wir unser eigenes Haus dabei haben und nicht auf die sanitären Einrichtungen angewiesen sind. Das wissen wir hier sehr zu schätzen.

Am nächsten Tag geht es gleich weiter Richtung Süden. Es geht vorbei an Straßenhändlern, die direkt am Straßenrand ihre Waren zu durchaus vernünftigen Preisen anbieten.


Schon wieder schlängelt sich die Straße durch eine wunderschöne Berglandschaft. Wir sind seit Ensenada auf der Mex 1, welche die Hauptverbindungsstraße von der Nord- bis zur Südgrenze ist. Auf diesem Stück ist die Mex 1 auch noch überwiegend perfekt ausgebaut. Uns graut es schon vor den schlechteren Strecken, wo die Straße sehr eng und ohne jegliche Schulter gebaut sein soll. Dort
soll die Strasse wirklich mit dem weißen, rechten Fahrbahnstreifen schon aufhören und bis zu 30cm abwärts gehen. Lassen wir uns überraschen…

Auf dem Weg nach San Quintin, welches unsere nächste Station sein wird, passieren wir auch unsere erste Militärkontrolle. Mitten auf der Landstraße wird vom Militär eine Straßensperre errichtet und die Fahrzeuge stichprobenartig kontrolliert. Aber auch diese Kontrolle verläuft sehr angenehm. Wir werden nämlich einfach durchgewunken 🙂

Als wir in San Quintin ankommen, bietet sich uns ein lustiges Bild. Neben der Straße kommt uns ein Cowboy entgegen geritten. Ganz klassisch mit Hut, Jeans und sogar einem Lasso am Sattel. Wenn da nur nicht das Smartphone wäre, auf dem er gerade herumtippt,
könnte man meinen, im Wilden Westen zu sein.


Am südlichen Ortsrand von San Quintin liegt unser Ziel, der "Los Olivos Campingplatz", ein Geheimtipp.

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Dieser Campingplatz ist relativ neu und mitten in einer Oliven-­
plantage integriert. Dieser schöne, kleine und sehr ruhige Platz hat nur 6 Stellplätze für Wohnmobile, einige Zeltplätze und saubere Sanitäranlagen.

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Aber das schönste für uns ist die Ruhe auf diesem Platz. Auch hier werden wir wieder mit einem richtig schönen
Sonnenuntergang begrüßt.

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Und während ich diese Zeilen hier schreibe frage ich mich gerade, ob uns (oder Euch ;)) diese Sonnenuntergänge irgendwann mal langweilig werden? Hm, ich glaube, uns zumindest nicht... 😉

Ich nutze den Abend, um endlich mal zu schauen, was am Motor
unseres Front-Rollos defekt ist und zerlege das gute Stück in seine Einzelteile. Leider muss ich feststellen, dass dieser wirklich defekt ist und wir einen neuen benötigen. Gut, das muss dann vermutlich warten, bis wir wieder in den USA sind. Also wieder zusammenbauen, in die „Stört-mich-nicht“-Schublade legen und erst mal was Leckeres zum Abendessen basteln.


Am nächsten Morgen wissen wir, warum wir so gut geschlafen und uns so sicher gefühlt haben. Wir haben nämlich Begleitschutz erhalten. Wir werden nicht nur beschützt, wenn wir im Wohnmobil sind, sondern auch wenn wir zur Dusche gehen, zur Toilette, uns in die Sonne setzen, spazieren gehen oder uns einfach mit dem Laptop in die Sonne setzen. Sein Name ist, wie passend, Olive.

>>> So hat alles angefangen: 1 bis 2 Jahre Nordamerika – die Idee

Hier geht es zum vorherigen Beitrag: Mexiko wir kommen! Grenzübertritt in Tecate zur Baja California.

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2 thoughts on “Von Tecate nach Ensenada – der erste Eindruck”

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