Jetzt wird`s richtig heiß...

Heute haben wir nur noch 45 Minuten Fahrt vor uns, bis wir Hot Springs erreichen.

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Offensichtlich hat Bill Clinton hier seine Kindheit verbracht:

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Parkplätze gibt es hier genug, selbst für ein Wohnmobil:

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Schräg gegenüber steht ein Brunnen und wir beobachten ein ständiges Kommen und Gehen – Menschen bringen so viele leere Plastikflaschen wie sie tragen können und füllen hier Wasser ab. Da machen wir doch mit, es soll ja besonders gesund sein. Das Besondere an diesem Wasser ist, dass es natürlich steril ist:

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Der Hot Springs Nationalpark ist nicht nur einer der ältesten NPs in den USA, sondern auch der kleinste. Die heißen Quellen machen Hot Springs attraktiv, seit die ersten Menschen vor etwa 10.000 Jahren diese Gegend besiedelt haben.

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Aus 47 heißen Quellen fließen hier täglich fast vier Millionen Liter Wasser!

Dieses knapp 62°C heiße Thermalwasser hat 4000 Jahre gebraucht, um etwa 1,5 km unter die Erdoberfläche zu kommen, wo es unter enormen Druck erhitzt wurde. Was einige Tausend Jahre nach unten gebraucht hat, brauchte später nur ein Jahr, um nach oben zu kommen. So ist das Wasser, was heute aus den Quellen kommt, in der Zeit als Regen herunter gekommen, als die Ägypter ihre Pyramiden gebaut haben.

Eigentlich spielt sich hier alles in einer Badehäuser-Zeile an der Central-Avenue ab:

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Lamar (1923):

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Buckstaff (1912) – aktives Badehaus: hier kann man bis heute diverse Anwendungen (Massagen, Packungen, Whirlpool, Maniküre, Pediküre etc.) buchen:

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Ozark (1882):

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Quapaw - aktives Badehaus: hier kann man bis heute diverse Anwendungen (Massagen, Hot Stone, Aromatherapien, Packungen, Gesichtsbehandlungen) buchen. Gehobene Preisklasse! (z.B. eine 3,5-Stunden Partner-Anwendung für $ 640,-)

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Fordyce:

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Maurice (1911):

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Hale (1892):

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Superior (1880):

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In einem dieser Badehäuser, dem Fordyce, befindet sich auch das Visitor-Center und ein Museum. Das ist wie immer unsere erste Anlaufstelle:

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Wir wollen auch hier das Junior-Ranger-Programm absolvieren. Dabei lernt man einfach (auf spielerische Art und Weise) unheimlich viel über den jeweiligen Park.

Um die Fragen im Arbeitsheft beantworten zu können, müssen wir uns auch das 3-stöckige Museum im Fordyce anschauen. Das Fordyce-Badehaus wurde 1915 eröffnet und im Mai 1989 umfassend renoviert. Die Räume sind mit dem gleichen Mobiliar, den gleichen Dampfschränken, Sitzbadewannen, Massagetischen, Fußpflegewerkzeugen, mit dem gleichen Schönheitssalon, den gleichen physiotherapeutischen Geräten ausgestattet, wie sie in den Tagen der Bäder-Blütezeit üblich waren.


Die Arbeitskräfte bestanden bis zu den 1960er Jahren hauptsächlich aus Afro-Amerikanern, die selber aber nicht in den Badehäusern baden durften.

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Im Untergeschoss des Fordyce können wir hinter einer Glasscheibe beobachten, wie das heiße Wasser aus der Quelle entspringt:

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Wir arbeiten uns durch bis zum 3. OG, wo sich der Assembly-Room befindet. Dieser Raum galt als das soziale und kulturelle Zentrum - hier wurde Musik gespielt, gelesen, gelacht und entspannt, während die durch das bunte Glasdach gefilterte Sonne für eine ganz besondere Atmosphäre sorgte.

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Wir sind ganz vertieft in unsere Arbeitshefte und arbeiten sie gewissenhaft durch.

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Und ja, die Quellen sind wirklich heiß!

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Tom hat am Nachmittag noch ein Interview und zieht sich dafür ins Wohnmobil zurück. Ich gehe derweil ins Fordyce, um mir mein Junior-Ranger-Abzeichen abzuholen. Die Rangerin Alyssa prüft meine Eintragungen im Heft, stellt mir noch ein paar Fragen und dann überreicht sie mir feierlich das Abzeichen:

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Nach seinem Interviewtermin kommt Tom auch vorbei, wird abgefragt, vereidigt und erhält ebenfalls sein Junior-Ranger-Abzeichen.

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Wir freuen uns wie Bolle über die Auszeichnung! Jetzt können wir ganz entspannt entlang der Promenade zurückschlendern, ein bisschen herumalbern und dabei das schöne Wetter genießen...

Und jetzt geht`s weiter Richtung Süden! Wir fahren noch mal knapp 2,5 Stunden (190km) bis Texarkana:

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Der Name „Texarkana“ (eine Mischung aus „Texas“ und „Arkansas“) kommt daher, weil die Grenze dieser beiden Staaten mitten durch die Stadt verläuft. Irgendwie mag ich den Namen. Und die Stadt auch. Wir finden hier einen ruhigen Walmart Parkplatz und können das Internet vom Hotel gegenüber anzapfen. Wunderbar! Dann kann Tom ja morgen ganz entspannt seine Coachings und Interviews durchführen, während ich es mir im Starbucks gemütlich mache 🙂

Wir sind (trotz Regen) tief entspannt und freuen uns schon auf unsere kommenden Abenteuer in Texas:

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Wir bleiben zwei Tage in Texarkana und machen uns dann auf den Weg nach Dallas...

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>>> So hat alles angefangen: 1 bis 2 Jahre Nordamerika – die Idee

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