Auf den Spuren von Johnny Depp, Mel Gibson, Nicolas Cage, John Wayne & Co

Nach einem wunderschönen Hochzeitstag und einer entspannten Nacht auf dem Walmart Parkplatz in Hemet ...

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... geht es nun weiter auf dem historischen Highway 395 Richtung Norden:

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Unser Ziel ist Reno, aber das sind knapp 800km, das werden wir wahrscheinlich in 2 Tagesetappen machen:

Hemet-Reno

Der Highway 395 ist keine Straße, die man einfach so durchfährt. Dafür gibt es zu viele interessante Sehenswürdigkeiten entlang der gesamten Route, wo Wüste und Berge aufeinander treffen und Goldgräbergeschichte geschrieben wurde. Die Zeitschrift "Sunset" hat die Strecke in ihrer Ausgabe September 2015 sehr anschaulich zusammengefasst:

Sunset

Unsere heutige Tagesetappe ist lang, wir schaffen mit knapp 400 km bereits die Hälfte der Strecke, als wir an unserem Zwischenziel, den Alabama Hills, ankommen:

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Was eigentlich nur als eine unspektakuläre Zwischenübernachtung geplant war, entpuppt sich im Nachhinein als ein absoluter Geheimtipp. Wir sind total baff, als wir die Schönheit der Natur um uns herum wahrnehmen. Wir wissen gar nicht, wo wir zuerst hinschauen sollen:

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Und ganz nebenbei befinden wir uns hier auch an einer sehr berühmten Hollywood-Location! Stars wie John Wayne, Humphrey Bogart, Gregory Peck, Kirk Douglas, Gary Cooper, Clint Eastwood, Mel Gibson, Johnny Depp, Nicolas Cage, Russel Crowe, Kevin Costner und viele mehr standen hier schon vor der Kamera:

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In der Tat wurden in dieser Gegend seit 1920 unzählige Filme gedreht – fast 100 Jahre Filmgeschichte, die wir hier zu spüren bekommen. Wer es genau wissen will, findet hier eine Auflistung der Filme, die in der Lone Pine Area gedreht wurden.

So ist es auch nicht verwunderlich, dass wir hier auch auf eine "Movie Road" stoßen:

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Einige Drehorte sind auf einer Karte markiert, damit der treue Fan genau weiß, wo er für sein Lieblingsfoto hin muss:

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Eigentlich müsste es hier vor Besuchern nur so wimmeln, aber wir sehen weit und breit keine Menschenseele. Wir haben die Alabama Hills ganz für uns alleine und haben somit die Qual der Wahl, wo wir uns mit unserem Wohnmobil hinstellen sollen.

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Wir entscheiden uns für diese atemberaubende Felsformation, an der wir uns nicht satt sehen können:

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Ein Traum! Und diese Stille um uns herum… Unglaublich! Hier gibt es wirklich NICHTS – keine Geräusche, keine Lichter, kein Handyempfang. Fast schon ein bisschen unheimlich, aber genau diese Momente lieben wir ganz besonders. Und wir wissen, dass wir uns hier – fernab der Zivilisation -auf einen phantastischen Sternenhimmel freuen können.

Es ist mittlerweile später Nachmittag, und als die Sonne beginnt, faszinierende Farben in die Felsen zu malen, muss ich unweigerlich an unsere Hochzeit im Grand Canyon denken. Wir hatten damals den Termin bewusst auf den Nachmittag gelegt, um mit dem spektakulären Farbenspiel vor der grandiosen Kulisse zu heiraten. Natürlich kann man das hier nicht mit dem Grand Canyon vergleichen, aber schön anzuschauen ist es auf jeden Fall:

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Nachdem alles für die Nacht vorbereitet ist, erkunden wir noch ein bisschen die Gegend…

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… und genießen im Anschluss bei ein paar Tortillas diesen wunderschönen Sonnenuntergang:

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Am nächsten Morgen – nach der üblichen Sporteinheit –

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möchte Tom die Gegend noch ein bisschen genauer erkunden. Die meisten Drehorte liegen abseits der Straße, und da wir kein Allrad-Wohnmobil haben, wird die Enduro startklar gemacht.

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Da ich diesmal lieber am Womo bleiben und die Ruhe genießen möchte, verspricht Tom, ein paar coole Video-Aufnahmen mit der GoPro zu machen, damit ich das Gefühl habe, dabei gewesen zu sein. (Als ich die Aufnahmen später sehe, bin ich froh, dass ich nicht mit dabei war, denn die „Straße“ hat mich stark an die Offroad-Piste im Big Bend Nationalpark erinnert, und da hat Tom definitiv mehr Spaß, wenn ich nicht hinten drauf sitze ;))

Als Tom von seinem Offroad-Ausflug zurückkommt, müssen wir uns langsam wieder abfahrbereit machen. Schade, dass wir nicht etwas länger bleiben können, ich könnte es hier locker noch ein paar Tage aushalten:

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Aber diesmal haben wir tatsächlich sowas wie Termindruck: das „Great Reno Balloon Race“ – eines der größten Heißluftballon-Events der Welt - wartet auf uns. Also geht es gleich weiter auf der US395 Richtung Norden, wo wir jedoch plötzlich von einem Knall im Wohnmobil überrascht werden...


>>> So hat alles angefangen: 1 bis 2 Jahre Nordamerika – die Idee

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