Abschied von Eltern...

Sonntag, 22.06.2014

Der Abschied von unseren Eltern ist uns nicht leicht gefallen, er ist sehr emotional und bewegend.

„Nicht jeder Abschied heißt, es gibt auch ein Wiedersehen“ – ich glaube, diese Erkenntnis ist der Grund, warum es uns momentan so schwer fällt, uns von unseren Freunden und der Familie zu verabschieden. Normalerweise macht man sich im Alltag darüber keine Gedanken, aber irgendwann ist jeder Abschied der letzte. Für immer. Zumindest auf dieser Welt.

Wir sind jetzt auf dem Weg zu Uta und Christian, unsere letzte Station, bevor wir fliegen. Hier bekommen wir noch einmal „Asyl“ und können die letzten Vorbereitungen treffen. Wenn ich daran denke, wie viel Unterstützung wir von unseren Freunden erhalten, spüre ich tiefe Dankbarkeit und Demut in mir. Ich weiß gar nicht, wie wir die letzten Monate überstanden hätten, wenn wir von unseren Freunden und Familie nicht so viel Support bekommen hätten.

Ein letztes Mal fahren wir zu unserem kleinen Lager, um den Anhänger umzuräumen und auf die Wintersaison vorzubereiten. Die Airboardkurse werden auch weiterhin stattfinden. Wir packen alle Neoprenanzüge, Klettergurte, Seile usw. raus und die Airboards, Knieschoner, Helme etc. rein. Ein beruhigendes Gefühl zu wissen, dass alles wie gewohnt weiterlaufen wird, auch wenn wir nicht da sind.

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Im Anhänger haben wir außerdem noch unsere vier Koffer á 32 kg, die beiden Kajaks á 30 kg (gefüllt mit diverser Sportausrüstung) und noch einiges fürs Handgepäck, was wir noch verpacken müssen. Das ist unser Hab und Gut für die nächsten 1-2 Jahre. Sehr befreiend, wenn man überlegt, dass wir bis vor zwei Monaten noch einen 200m² Haushalt hatten…

Wir werden die ganze Zeit das Gefühl nicht los, noch irgendwas Wichtiges vergessen zu haben… Aber irgendwann muss man einfach mal einen Schlussstrich und die Türe hinter sich zu ziehen.

Wir fahren weiter zur Garage, wo unser Jeep und Motorrad eingelagert sind. Beide sollen noch „schnell“ aufgebockt werden, damit die Reifen während der „Stehzeit“ geschont werden. Aus dem „mal eben“ sind dann doch ein paar Stunden geworden, wie es beim Schrauben eben so ist 😉  Als wir bei Uta und Christian ankommen, ist es schon nach Mitternacht. Ich bin sehr froh, dass unsere Kajaks bei ihnen in die Garage passen. Den Rest verstauen wir bei den Beiden im Haus, so dass im Anhänger nur noch die Airboard-Ausrüstung verbleibt. Wir quatschen noch eine ganze Weile, so dass es schon wieder hell wird, als wir ins Bett gehen. Ausschlafen können wir leider nicht, wir haben am nächsten Tag noch etliche Formalitäten zu erledigen.

>>> So hat alles angefangen: 1 bis 2 Jahre Nordamerika – die Idee

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