Ausnahmezustand in Las Vegas - Dauerfeuerwerk zum Unabhängigkeitstag

Schlafen? Papperlapapp! Nix für uns ... Zumindest nicht nach der letzten Nacht, die so spannend war, dass wir noch Stunden nach der Sprengung hellwach und aufgedreht waren.

Als der neue Tag anbricht, sind wir beide ziemlich neugierig. Wie sieht wohl die Stelle, wo vor ein paar Stunden noch das Hotel Riviera stand, jetzt bei Tageslicht aus?

Ein Blick aus unserem Hotelzimmer verrät es uns: Von dem ehemals so stolzen „Monaco Tower“ ist nur noch ein trauriger Haufen Schutt übrig geblieben:

An das Riviera Hotel erinnert jetzt nur noch der übrig gebliebene „Monte Carlo Tower“, der jedoch in einer weiteren Sprengung im August ebenfalls dem Erdboden gleich gemacht wird.

Aus der Nähe betrachtet sieht es genauso traurig aus. Das Hotel musste einem neuen Parkplatz weichen:

Ok, da wir jetzt einmal hier sind, machen wir noch einen Abstecher zum Hotel Circus Circus. Es ist so furchtbar heiß, dass man es nur in klimatisierten Räumen aushalten kann. Um den fehlenden Schlaf irgendwie wettzumachen, versorgen wir uns erstmal mit einer ordentlichen Portion Koffein …

… und schauen uns im Anschluss ganz gemütlich den „Adventuredome“ an:

Der Adventuredome ist mit über 20 Attraktionen und Fahrgeschäften der größte Innenfreizeitpark in den USA. Für einen ordentlichen Adrenalinschub sorgt der „Canyon Blaster“ mit Doppellooping und Doppelschraube:

Wir sind heute jedoch nicht in Achterbahn-Stimmung und begnügen uns damit, das rege Treiben um uns herum entspannt zu beobachten.

Am Nachmittag machen wir uns wieder auf den Weg zu unserem Wohnmobil, während die Sonne unbarmherzig auf uns herunterbrennt. Wir haben 46°C im Schatten!

Da hilft nur eins: Ab in den Pool!

Aber vorher sammeln wir sicherheitshalber noch alle Dosen, die wir im Womo haben, zusammen und verstauen sie im Kühlschrank. Wir wollen schließlich nicht, dass sie uns bei der Hitze um die Ohren fliegen. Erst vor wenigen Tagen haben wir hautnah miterlebt, wie schnell so ein Wohnmobil abbrennen kann … Diese Bilder vergisst man nicht so schnell …

So, jetzt schnell noch eine kleine Pool-Runde und dann ab aufs Motorrad zum Einkaufen. Der Kühlschrank ist schließlich nicht nur dafür da, um Dosen vor einer Hitze-Explosion zu bewahren 😉

Bei der Gelegenheit stellt Tom fest, dass die Motorradreifen von der Hitze ziemlich porös geworden sind und ein paar „Dry-Cracks“ aufweisen. Da er beim Thema Sicherheit sehr konsequent ist (gut so!), lässt er - trotz brutaler Hitze – direkt neue Reifen aufziehen:

Mit neuen Reifen und bei mittlerweile erträglichen Temperaturen (wenigstens am Abend sinkt das Thermometer auf unter 40°C), machen wir noch eine kleine Spritztour über den Strip und erkundigen uns schon mal, von wo aus man am besten die Feuerwerke zum Independence Day am 4. Juli beobachten kann.

Aber eigentlich geht es schon ein paar Tage vorher los. Jeden Abend gibt es bei verschiedenen Hotels spektakuläre Feuerwerke, so dass wir gar nicht wissen, was wir uns zuerst anschauen sollen.

Da wir ein großer Fan der "Station-Casinos" sind (=> absoluter Buffet-Geheimtipp in Las Vegas, mit unschlagbarem Preis-Leistungs-Verhältnis!), wollen wir uns das erste Feuerwerk im "Palace-Station Hotel & Casino" anschauen.

Vorher gibt es natürlich noch ein leckeres Abendessen im Hotel und im Anschluss suchen wir uns draußen ein gemütliches Plätzchen, von wo aus wir das Feuerwerk beobachten können. Und wir werden nicht enttäuscht! Fast 10 Minuten Dauerfeuerwerk auf dem Hoteldach lassen uns alles um uns herum vergessen.

Also, wenn die Amerikaner eines können, dann ist es Feuerwerk! 😉 Hier ist ein kleiner Ausschnitt, der erahnen lässt, wie spektakulär das Ganze ausgesehen hat:

Nach dem Feuerwerk sind wir in der richtigen Stimmung für einen kleinen Stadtbummel über den Strip ...

Die nächsten Tage bis zum 4. Juli haben wir einen "Feuerwerk-Overload". Jeden Abend fahren wir zu einem anderen Spot, um zu beobachten, wie sich die Hotels gegenseitig im Wettkampf um das beste Feuerwerk übertreffen:

Tagsüber wechseln wir auf der Suche nach Abkühlung immer wieder zwischen unserem klimatisierten Wohnmobil und dem Pool:

Natürlich machen wir uns auch Gedanken, wie es nun mit unserer Reise weitergehen soll. Wenn wir Las Vegas verlassen, werden wir hauptsächlich wieder "wild" campen, und dann wollen wir auch unabhängig sein, was die Stromversorgung angeht. Wir haben zwar einen leistungsstarken Stromgenerator, der uns jedoch künftig nur noch als Backup dienen soll. Wenn wir an wunderschönen, total abgelegenen und ruhigen Plätzen stehen, wollen wir einfach nur die Stille um uns herum genießen. Und da stört das Generator-Brummen in Hintergrund, auch wenn es noch so leise ist.

Wir wollen noch mehr Unabhängigkeit, ergo muss eine Solaranlage her!

Doch leider gestaltet sich dieses Projekt schwieriger als erwartet ...


>>> So hat alles angefangen: 1 bis 2 Jahre Nordamerika – die Idee

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